Verortung des Unmöglichen

19. September 2018 – Es ist eine scharf zugespitzte Zusammenballung diverser Emotions- und Handlungsebenen, die den Spannungsbogen in Juli Zehs neuem Roman „Neujahr“ aufbauen. Der Protagonist Henning interagiert selbstreflektierend zwischen den verschiedenen Leveln und reibt sich auf an der fundamentalsten aller Existenzgrundlagen.
Resignation, Verzweiflung, Angst in Akustik
Wie das Jetzt

200 Jahre Stille Nacht

17. September 2018 – Ein Lied macht sich im Jahre 1818 auf, die Welt zu erobern. Damals erklingt es erstmals. Von zwei Freunden komponiert und getextet, wird es schnell zum Sinnbild des Festes der Liebe: „Stille Nacht” heißt die berühmte Melodie, die an Heiligabend überall für Besinnlichkeit und friedvolle Harmonie

Auf den Spuren Dostojewskis

13. September 2018 – Die Seele Moskaus brodelt, glüht, brennt. Korruption, Gewalt, Ohnmacht sind allgegenwärtig. Mittendrin: Ilja, ein Außenseiter, ein vom Leben Benachteiligter auf der Suche nach Frieden. Und er macht sich auf den Weg. Seine unglückselige Reise beschreibt Dmitry Glukhovsky in „Text”, Europa Verlag.
Gefühlte Worte, stimmungsvolle Bilder
Plakativ

Poetische Gewalt des Ungesagten

11. September 2018 – Wenn das Talent ins Geniale abdriftet, überschattet dies nicht selten die Persönlichkeit. Der Künstler isoliert sich, erhebt sich über das Ganze und verliert den roten Faden der Zwischenmenschlichkeit. Pinch hat genau solch einen Egomanen als Vater, von dem er sich flüchtend zu emanzipieren versucht – ohne

Dimension der Realität

10. September 2018 – „Ich bin in der Fremde. Ich habe Hoffnung und einen Koffer voller Geheimnisse. Beides trage ich und gehe, wie ein Sufi, der geduldig zu blühen versucht, wo immer der Herr ihn hingepflanzt hat.” Dieses Gedicht nimmt in komprimierter Kürze den leitmotivischen Grundgedanken des gesamten Romans auf.

Satirische Schärfe im Verbotenen

10. September 2018 – Die vielleicht brisanteste Satire der Jahres erhält eine Stimme: eine, die dem Sarkasmus dieses Buches mit nicht minder zynischer Intonation seinen eigenen, ganz individuellen Stempel aufdrückt. Kein Geringerer als Christoph Maria Herbst liest Timur Vermes’ Roman „Die Hungrigen und die Satten”, Bastei Lübbe, und macht aus

Das Revival vergessener Tugenden

4. September 2018 – Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit der für ihn typischen aristokratischen Eleganz lehrt uns Alexander von Schönburg „Die Kunst des lässigen Anstands”. Das Buch, heute im Piper Verlag erschienen, führt 27 altmodische Tugenden auf und transportiert sie ins Jetzt: nicht angestaubt, sondern modern aufgehübscht mit charmantem

Eintauchen in den Proust’schen Mikrokosmos

31. August 2018 – Einem Klassiker der Weltliteratur gerecht zu werden, ist kein leichtes Unterfangen – ihm Leben einzuhauchen, die Figuren gekonnt zu konturieren und sie dann auf den Punkt zu inszenieren, nicht minder schwierig. Dem Hörverlag ist mit der Interpretation von Marcel Prousts „Sodom und Gomorrha“ genau dies gelungen.
Mondän,

Aphorismen, die von weiser Bescheidenheit zeugen

31. August 2018 – „Anstatt zu versuchen, ohne die kleinste Schramme durchs Leben zu kommen, indem du aus Angst vor Fehlern nicht wagst, solltest du lieber Misserfolge und Verletzungen in Kauf nehmen, damit du dein Leben um neue Erfahrungen bereicherst. Es ist Zeit für eine Liebeserklärung an dein Leben, für

Glanz und Gloria imposanter Landschaftsmalerei

27. August 2018 – Imposant! Das ist der passende Ausdruck für dieses monumentale Werk, das heute im Gerstenberg Verlag erschienen ist. Allein die optische Aufbereitung des Buches von Vanessa Remington und der vielsagende Titel „Ein Bild vom Paradies“ versprechen Eindrucksvolles und herausragende Impressionen.
Kunst trifft auf Natur
Großformatig und mit