Im Sommer 1963 verliebte ich mich und mein Vater ertrank

22. Juli 2019 – Von erschütternder Imposanz zeugt schon dieser erste Satz des feinfühligen Romans „Salzwasser”, der Charles Simmons über die Grenzen der USA auch in Europa berühmt gemacht hat. Am 17. August hätte der 2017 verstorbene Amerikaner seinen 95. Geburtsag gefeiert, während seine Kollegin Janet Lewis am selben Tag

Die große CarpeGusta-Verlosung zum Geburtstag: eine Portion Liebe, Kindheit und Schlaf zu gewinnen

14. Mai 2016 – CarpeGusta wird 5 Jahre – und feiert einen Monat lang mit Geschenken für seine Leser: Dieses Jubiläum möchten wir nun nutzen, um uns bei unseren großartigen Lesern für ihr Vertrauen, ihre Treue und all die positiven Rückmeldungen zu revanchieren: Einen Monat lang verlosen wir jeden Tag

Ein Weltklassiker neu aufgelegt: im Bann klösterlicher Todeslust

21. April 2019 – Umberto Ecos Beststeller liest sich heute noch genauso wie 1980, als er erstmals erschienen ist. Sein Roman „Der Name der Rose” ist nicht ohne Grund von zeitloser Magie. Er reißt mit, entführt augenblicklich in die düstere undurchdringliche Atmosphäre der abgeschiedenen Abtei hinter den dicken Mauern des

Humor kann sprachlos machen

31. März 2019 – Die Kunst, mit Worten elegant zu jonglieren wie der Artist mit einem Ball, sie mit Esprit zu füllen und mit Humor auszukleiden, hat Mark Twain mit Bravour beherrscht. Das soeben erschienene Buch „Deutschland und die schreckliche deutsche Sprache”, dtv Verlag, stelt dies erneut unter Beweis.
Kurzweilige

Goethe und Schiller machen sich auf, die Literatur zu retten

2. März 2019 – Wenn der Buchmarkt in der Krise steckt, die Literatur in Gefahr ist, was liegt da näher, als zwei Meister ihres Faches an die „Front” zu schicken? Keine Geringeren als Goethe und Schiller bemüht Christian Tielmann in seinem Roman „Unsterblichkeit ist auch keine Lösung”, dtv Verlag, um

Das feinfühlige Spiel mit dem Geflecht Familie

28. Februar 2019 – Familie gilt als der Ursprung, als Mitte. Nicht selten verbirgt sich in ihr auch ein aufkeimender Ausdruck von Destruktion. Und liegt nicht gerade in der vermeintlich zerstörenden Kraft der eigentliche Antrieb, sich aus ihr zu befreien?
Feingestrickte Epik
Empathisch spielt Fatima Farheen Mirza in ihrem Roman

Wie ein mahnendes Messer der Erinnerung

14. Februar 2019 – 1963 sind diese Texte zu Papier gebracht worden. Inbrünstig und mit der Vehemenz einer verletzten, angeschlagenen Seele hat sie einst James Baldwin verfasst, um den Schmerz zu plakatieren, den er und zig andere Gleichgesinnte wegen ihrer schwarzen Hautfarbe in den USA haben erdulden müssen.
Zeitlose Schärfe

Die geschälte Hoffnung

27. Dezember 2018 – Gescheitert ist er: im Beruf, in der Liebe und an sich selbst. Was bietet sich angesichts dieses verfehlten Lebens an? Die Resignation etwa? Für den Protagonisten aus Daan Heerma van Voss’ neuem Roman „Abels letzter Krieg”, dtv Verlag, kommt diese Option jedenfalls nicht infrage.
Brachiale Gewalt der

Literatur in zarten Pinselstrichen

3. November 2018 – „Es dürfte ein Skandal sein, seine Eltern nicht geliebt zu haben.” Mit dem ersten Satz in „All die glücklichen Familien”, dtv Verlag, deutet sich bereits die Ambiguität dieses empfindsamen Romans an, der einem Fluss ähnlich ungleichmäßig dahinströmt.
Irrwitziges und Melancholisches
Hervé le Tellier entwickelt vielmehr –

Familienepos im Kaleidoskop

21. September 2018 – „Die Geschichte hat uns im Stich gelassen, aber was macht das schon.” So lakonisch beginnt „Ein einfaches Leben“, dtv Verlag, von Min Jin Lee und reißt gerade wegen seiner bedeutungsschwangeren Prägnanz mitten ins Geschehen: nach Japan zu Sunja, ihren Söhnen und deren Schicksalen.
Wie ein bunter