Überleben im Vergessen

30. August 2019 – Dass er dem Ausweichlichen nicht aus dem Weg hat gehen können, daran leidet Martin Beyers Protagonist in „Und ich war da”, Ullstein Verlag, schwer und ausschweifend. Ihm misslingt das Loslassen ebenso, wie ihn das perpetuierende Ressentiment einer sublimen Schuld erdrückt.
Erzählerisch prägnant
August Unterseher ist ein

Im farbenfrohen Dschungel der Vergangenheit

2. Mai 2019 – Die Erinnerung ist der Ausgangspunkt der Gegenwart. Von da aus entspinnt sich die Zukunft. Aber was hat das mit dem Verschwinden eines Menschen zu tun, dessen Leben und Dasein sich unauslöschlich eingebrannt hat ins Bewusstsein eines nach Antworten suchenden Mannes? Friedemann Karig jedenfalls verwebt in seinem

Literatur als Heimat

19. November 2018 – Was bleibt dem Schriftsteller, wenn ihm die Heimat mit Gewalt genommen worden ist? Er besinnt sich auf die Literatur und macht sie zu seinem neuen Zuhause. Sie wird ihm zum Sprachrohr, zum Refugium, zum Exil und auch zur letzten Verbindung zu seinem vergangenen Leben, das er

Die zarte Empfindsamkeit eines strukturtierten Chaos

24. Juli 2018 – Romantische Liebe trifft auf harten Sex, Realität auf Fantastik, derber Alltag auf zarte Philosophie. Es ist der unkonventionelle Stilbruch, der dieses Buch unweigerlich interessant und lesenswert macht. „Fische”, Ullstein Verlag, ist kein Roman, der einem einzigen Duktus folgt. Melissa Broder liefert in ihrem Debüt ein struktiertes

Die Welt ist ein Kaleidoskop

27. April 2018 – In einer Zeit, in der die negativen Schlagzeilen zum Alltag gehören, nimmt es nicht wunder, dass viele die Welt nicht wirklich positiv sehen. Sie wird oftmals als düster empfunden.
Wissenschaftliche Leichtigkeit
Hoffnung, Zuversicht und Freude scheinen zu Lasten der Trostlosigkeit verlorengegangen zu sein. Doch ist die

Duschvorhang gerade, Haussegen schief

6. April 2018 – Vom Größenwahn im Garten, der Grill-Garage, erzählt „Gesägt, getan”, heute erschienen im Ullstein Verlag. Auch die Wasserwaagen-Libelle und ein Hauch der Ewigkeit sind Thema – kleine, humoristische Anekdoten, die Benjamin Schulz hier als amüsante Anleitung für Handwerker zum Besten gibt.
Die Schnauze voll von Tapeten
Mit

Der Imperativ der Erde

9. März 2018 – Ästhetische Schönheiten finden sich in diesem Buch in mehrfacher Hinsicht wieder: zum einen in der leisen und bildgewaltigen Sprache des Philosophen Byung-Chul Han, zum anderen in dessen Erzählduktus und Botschaft. Nachdenklich, sublim und unaufdringlich nimmt er im „Lob der Erde”, Ullstein Verlag, den Leser mit auf