Ag: der Gin, der kein Gin sein darf

1. November 2018 – Er sieht aus wie Gin, schmeckt wie Gin und ist im Prinzip gemacht wie Gin. Aber der Ag darf sich nicht Gin nennen. Deshalb prangt un├╝bersehbar eine Warnung mit der klaren Anweisung ÔÇ×Don’t call me GinÔÇť auf seinem Etikett.

Schuld daran ist ein g├╝ltiges englisches Gesetz von 1920. Das schreibt klipp und klar vor, dass Basis eines jeden Gins neutraler Alkohol zu sein hat, gebrannt aus Getreide, Kartoffeln oder Zuckerrohr. Der 46-prozentige Alkohol des Nicht-Gins aber wird ÔÇô durchaus h├Âherwertig! ÔÇô aus vierfach destilliertem Apfelbrandy gemacht. Da hilft es ihm auch nichts, dass er gin-typisch nach Wacholder schmeckt und ├╝ber wirklich viele Botanicals verf├╝gt: 78!

Rosig-komplexe Aromen im verhinderten Gin

Aber machen wir uns nichts vor: Seine Namensgebung schadet ihm ├╝berhaupt nicht. Die ganze Diskussion macht den Apfelbrand, der kein Gin sein darf, nur umso interessanter. ├ťber sein Aroma spricht dabei allerdings kaum noch einer. Schade eigentlich. Denn er ist weich und leicht s├╝├člich im Geschmack. Somit eignet er sich hervorragend dazu, pur oder mit Tonic genossen zu werden ÔÇô oder als Grundlage f├╝r apfelbasierte Cocktails.

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