Literatur in zarten Pinselstrichen

3. November 2018 – „Es dürfte ein Skandal sein, seine Eltern nicht geliebt zu haben.” Mit dem ersten Satz in „All die glücklichen Familien”, dtv Verlag, deutet sich bereits die Ambiguität dieses empfindsamen Romans an, der einem Fluss ähnlich ungleichmäßig dahinströmt.
Irrwitziges und Melancholisches
Hervé le Tellier entwickelt vielmehr –

Wirkliches Leben im Surrealen

24. Oktober 2018 – Es ist die scheinbar nahtlose Verschmelzung von Realität und Fiktion, die geschmeidige Synthese von Wahrheit und poetischer Freiheit, die dieses feine Buch ausmachen. Wirkliches Leben kippt ins Surreale und wird von einer durchgängig sprachlichen Eleganz getragen, sodass Hagar Peeters’ „Malva”, Wallstein Verlag, rasch zu einem ästhetischen

Bücher sind Lieder der Hoffnung

23. Oktober 2018 – Literatur in ihrer schönsten Form! „Die geheime Bibliothek von Daraya”, Benevento Verlag, bringt das anrührige Gefühl für Bücher im Allgemeinen und die Hochachtung für das geschriebene Wort im Besonderen poetisch zum Ausdruck.
Unantastbare Magie
Wie mächtig, gar lebenserhaltend sie sein können, selbst oder gerade in Zeiten

Eine Frau, zwei berühmte Söhne und die Liebe zur Kunst

13. Oktober 2018 – Heinrich und Thomas Mann haben Weltgeschichte geschrieben. Ihre Bücher gelten als Klassiker der deutschen Literatur. Inspiriert worden sind die Brüder oftmals von einer starken, außergewöhnlichen Frau, deren Leben bislang weitgehend unbeleuchtet ist.
Talentiert, tapfer, taff
Dagmar von Gersdorff hat dieser Muse, die die beiden Männer in

Die Konturlosigkeit der Liebe

10. Oktober 2018 – Ab dem Moment, in dem die Liebe definierbar ist, schlägt sie um ins Konturlose. Meist geschieht dies augenblicklich, unerwartet und oft verharrt sie dann in der unverorteten Ungewissheit. Grégoire Delacourts neuer Roman „Das Leuchten in mir”, Atlantik Verlag, handelt genau davon.
Glück ist selten eindimensional
Seine Protagonistin

Strahlende Leuchtkraft vergangener Worte

10. Oktober 2018 – Fühlbar ist die Vergangenheit, die Martin Gumpert in „Hölle im Paradies”, Südverlag, heraufbeschwört. Obwohl der Arzt und Humanist sein bewegtes Lebens bereits 1938 zu Papier gebracht hat, hat die Leuchtkraft seiner Worte nicht an Helligkeit verloren.
Nicht nur eindrucksvolles Zeitdokument
Das Nazi-Regime in seinem ganzen Ausmaß,

Weihnachten so sanft wie eine Schneeflocke

8. Oktober 2018 – Sie ist so sanft wie eine Schneeflocke. Dieses Gefühl von poetischer Zartheit vermittelt Karin Kalisas Wintererzählung „Sternstunde”, Droemer Verlag, bereits mit den ersten Sätzen. Nahezu märchenhaft muten sie an und verzaubern durch den Anklang von Friedsamkeit und harmonischer Eintracht.
Kleine Wunder und viele Aha-Effekte
Mit viel Empathie

Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

8. Oktober 2018 – Aus dem Schmerz der Verzweiflung schält sich der Lebenshunger heraus und wird zum unerbittlichen Movens: Die junge Henni lässt sich immerzu leiten von dieser überbordenden Emotion und ihrem Drang nach unbedingter Gerechtigkeit.
Fiktiver Roman und reales Zeitzeugnis
Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann zeichnet in „Grenzgänger”, Droemer Verlag, die

Fragen vor der lähmenden Ohnmacht

7. Oktober 2018 – War es feige zu schweigen? Oder wäre es mutig gewesen, heldenhaft zu sterben? Was hätte der übergreifend lähmenden Ohnmacht entgegengestellt werden können? Grundlegende Fragen, die sich zwangsläufig immer dann ergeben, wenn es um die Motive Schuld und Sühne während des Zweiten Weltkriegs geht.
Vergangenes mit aktueller

Die Fantastik der Fantasie

5. Oktober 2018 – Das Spiel mit der Fantastik beherrschte sie wie kaum eine andere: Ursula K. Le Guin war eine Virtuosin in ihrem Metier, vermochte sie doch das Reale mit Science Fiction zu vermengen und daraus anspruchsvolle Bestseller zu erschaffen.
„Keine Zeit verlieren”
Bravourös jonglierte die im Januar verstorbene