Ente in Lehm

Foto: Remko Kraaijeveld

Foto: Remko Kraaijeveld

2. November 2015 – Nach einem der ältesten Wildrezepte gart man die Ente in einer Vertiefung im Boden, in einer Hülle aus Lehm. Diese Methode wendet man in Indien übrigens bis heute an, weiß Wild-Autor Remko Kraaijeveld, aus dessen Buch dieses Rezept stammt. Der Garprozess ist ebenso überraschend wie effektiv. Und der Koch kann zwischendurch natürlich nicht kosten, sondern muss einfach abwarten.

Zutaten

  • 1 Wildente
  • 200 g Brombeeren
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Klumpen Lehm

WILDZubereitung

Die Ente ausnehmen. Da die Federn beim Aufbrechen im Lehm bleiben, kann jeder selbst entscheiden, ob er den Vogel vorher rupfen möchte oder nicht. Den Bauch der Ente mit Brombeeren füllen, die Füllung nach Geschmack salzen und pfeffern.

Die Ente mit nassem Lehm umhüllen. Ein wenig trocknen lassen, bis der Klumpen nur noch feucht ist.

Ein kleines Loch in den Boden graben. Den mit Lehm umhüllten Vogel hineinlegen. Mit einer Schicht Erde abdecken. Darüber mit dünnem Holz ein kleines Feuer entfachen. Darauf achten, dass es nicht zu heißt wird, denn sonst bricht der Lehmklumpen auf. Sobald das Feuer heruntergebrannt ist und Glut entsteht, ist der Garprozess in vollem Gange. Die Glut so kompakt wie möglich über dem Lehmklumpen zusammenschieben. Die Ente gart nun in ihrem eigenen Fett und Saft. Die Brombeerfüllung gibt ihr einen intensiven Geschmack.

Nach 45 Minuten den Lehmklumpen aus dem Loch holen. Den festgebackenen Stein aufbrechen. Nun wähnt man sich wirklich in prähistorischen Zeiten. Denn eine primitivere Methode für die Zubereitung von Wild gibt es nicht.

Den Vogel in zwei Hälften schneiden und mit den Händen essen. Eine Ente, die auf solch primitive Weise zubereitet worden ist, sollte auch „primitiv” gegessen werden.

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