Mit dem Rennwagen durch die Stadt

29. Juni 2020 – Aus dem Cockpit sieht selbst ein Smart bedrohlich groß und sperrig wie ein 40-Tonner aus. Denn der Pilot sitzt nur wenige Zentimeter über dem Asphalt. Federung? Fehlanzeige, dafür allerdings Rennfeeling pur! Das zufällige Publikum am Straßenrand lächelt den ungewöhnlichen Fahrzeugen zu, in den Gesichtern der Fahrer zeichnet sich breites Grinsen ab. Sie sind gerade mitten in Köln unterwegs in Mini-Hotrods, die optisch den Formel-Rennwagen der Dreißiger- und Vierzigerjahre nachempfunden sind.

Die nackten Zahlen erscheinen harmlos: 13 PS und 88 Stundenkilometer Spitze klingen langweilig, sind aber in einsitzigen 120-Kilo-Boliden durchaus eine Ansage. Die Beschleunigung ist zumindest subjektiv Nürburgring-tauglich, der Sound sowieso.

Sightseeing im Silberpfeil

Motorbegeisterte können zwei- und dreistündige Städtetouren in den Silberpfeilen mit Straßenzulassung buchen. In Grüppchen werden sie begleitet von erfahrenen Guides, die vor allem auch dafür sorgen, dass es nicht zu Staus durch Schaulustige oder Unfälle durch abgelenkte Autofahrer kommt. In Köln hat Hot Rod Fun gerade eröffnet. Weitere Stationen gibt es im westfälischen Werther, in Konstanz, Leipzig, Rostock und Stuttgart sowie in Ingolstadt, München und Nürnberg.

Wer einfach nicht genug bekommt, kann sich sogar seinen eigenen Wenckstern in die Garage stellen: Die windschnittigen Autos mit dem sperrigen Namen sind zum Preis einer durchschnittlichen Mittelklasse-Limousine zu haben.

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