Essen auf drei Rädern

fairspeist 171. Juni 2014 – Knatternd biegt das knuffige Gefährt um die Ecke. Es klingt und riecht nach Trabbi, sieht aber nach Urlaub im Süden aus: Das dreirädrige Mini-Lasterchen gehört seit Jahrzehnten zum gewohnten Straßenbild in Italien. Hierzulande hat der Piaggio noch Seltenheitswert. Doch das beginnt sich gerade zu ändern.

Denn inzwischen haben Geschäftsleute und Gastronomen die Vorzüge des mit nur wenigen PS motorisierten Dreirads erkannt. Es kostet neu keine 10.000 Euro und kann mit wenig Aufwand zum mobilen Verkaufswagen in garantiert ausgefallenem Look umgebaut oder gleich schlüsselfertig von Existenzgründern übernommen werden. Rollende Backstuben, voll ausgestattete Imbissbuden auf engstem Raum, Crêpes-Mobile, Hot-Dog-Buden, Cocktail-Bars und Eiscafés auf drei Rädern warten auf Kundschaft an in der Regel täglich wechselnden Standorten. Auch bei Großevents und Firmenveranstaltungen sind die Verkaufswägelchen gern gesehen. Schließlich verkaufen sie ihre Waren aufgrund ihres Welpeneffekts – „Oh, ist der süß!” – fast von selbst.

Der Bio-Pommesbuden-Roller

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Auf diese pfiffige Idee ist auch der Jungunternehmer Alexander Schilling gekommen. In seinem Piaggio Ape bringt er an ausgewählten Standorten in Bonn unter anderem Pommes und Würstchen an die Frau und den Mann. Doch unterscheidet sich sein Geschäft von herkömmlichen Imbissbuden: Denn der Besitzer des „Fairspeist-Mobils” legt sehr großen Wert auf Nachhaltigkeit und verwendet deshalb nur ökologisch wertvolle Lebensmittelprodukte. Im Fairspeist bekommt der Gast daher ausschließlich Bio-Pommes, die in Bio-Öl frittiert werden, und Bio-Würstchen mit selbstgemachter Bio-Currysauce.  Auch die Mayonnaise, der Ketchup und selbst die Servietten sind Bio.

Mehr dazu unter www.fairspeist.de

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