Eine Reise ins Heilige Land des 4. Jahrhunderts

Foto: Georg Röwekamp

5. Oktober 2018 – In blaues Leinen gebunden und mit edler Goldprägung verziert, ist dieses kleine Büchlein bereits optisch ein Higlight und untermalt die Besonderheit des überwältigenden Inhalts. Es handelt sich um eine literarische und bibliophile Rarität ohnegleichen: das älteste Dokument, das je eine Frau über einen religiösen Bittgang verfasst hat.

Faszinierendes Zeitdokument

Der antike Reiseführer durch das Heilige Land” führt zurück ins 4. Jahrundert und zeichnet die Pilgerfahrt der jungen Egeria nach, die sich damals aufmacht hat, die heiligen Stätten des frühen Christentums aufzusuchen. All ihre Erfahrungen schrieb sie sodann in dem sogenannten „Itinerarium” nieder, das bis zum 19. Jahrhundert verschollen blieb. Georg Röwekamp übersetzte die Texte nun neu, der Herder Verlag hat daraus eine faszinierendes Zeitdokument mit zahlreichen Abbildungen der originalen Schauplätze gemacht: Der Jakobsbrunnen (r.) – er befindet sich heute in einer Krypta am Stadtrand von Nablus – findet sich darin ebenso wieder wie die Mosequelle unterhalb des Nebo, die Oase Faran oder die Überreste der Synagoge von Chorazin.

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