Die Sinne in Staunen versetzen und das Unmögliche für einen Augenblick greifbar machen – das schafft Mellow mit seinem aktuellen Programm „Blow your Mind“. CarpeGusta konnte sich im „Tanzbrunnen Köln“ selbst davon überzeugen, wie sich Realität und Täuschung spielerisch verweben lassen. Bei seiner Show verzichtet der Deutsche Meister der Zauberkunst bewusst auf überdimensionierte Requisiten und spektakuläre Bühnenaufbauten. Statt schwebender Autos und meterhoher Konstruktionen nutzt er die kleinen, eher klassischen Zauberutensilien: Spielkarten etwa, Schnüre, Fotos, Süßigkeiten, Geldscheine und den kultigen Zauberwürfel aus den 1980ern. Das, was allen vertraut ist, macht der 33-Jährige zu den Werkzeugen für seine verblüffenden Tricks. Dabei verbindet er klassische Fingerfertigkeit mit digitalen Effekten, gepaart mit humorvollen Geschichten und interaktiven Momenten. Das Publikum bezieht er immerzu ein; es ist mitten im Geschehen und avanciert damit selbst zum Teil der Illusionen.
Emotional und persönlich
Bereits im Alter von acht Jahren begann Mellow, sich auszuprobieren. Seine Eltern unterstützten ihn stets dabei. Davon und von ihrem viel zu frühen Tod erzählt er hoch emotional im zweiten Teil des Events nach der Pause. Seine berührenden Erinnerungen – begleitet von Familienfotos – sorgen im Saal für Gänsehaut und geben der Darbietung eine besondere Tiefe. Mit dieser gut ausbalancierten Mischung bringt er seine Zuschauerinnen und Zuschauer immer wieder zum (Be-)Wundern, Lachen und Nachdenken. Mellows Darbietung wird damit zu einer modernen Interpretation einer uralten Kunst, die nicht allein auf visuelle Wirksamkeit setzt, sondern Magie als gefühlsbetontes Gesamterlebnis begreift.








