Urlaub hat viele Gesichter. Manche verbringen ihn am Strand, andere erklimmen Berge oder wandern durch Feld und Flur. Das gemeinsame Ziel: Genießen, Entspannen, Schluss mit alltäglichen Verpflichtungen. Doch wie wäre es, vollkommen unabhängig von allem, auf niemanden angewiesen, stets sein eigener Boss zu sein und jeden Tag neu entscheiden zu können, wohin – buchstäblich – die Reise nun geht? Gebunden an ein Hotel geht das nur sehr eingeschränkt. CarpeGusta machte daher den Test: Findet man mit und in einem Wohnmobil das Gefühl von wirklicher Freiheit, ohne gleichzeitig auf Annehmlichkeiten verzichten zu müssen, wenn man auf die „übliche“ Infrastruktur (hier der Campingplatz) einfach mal verzichtet und sich im besten Wortsinne treiben lässt? Die Antwort ist ein uneingeschränktes Ja. Ein Camper kann ein echter Relax-Place sein!
Die Sache mit dem Freistehen
Einfach genau dort verweilen, wo es schön ist, sich an Ort und Stelle den Wind um die Nase wehen lassen und die Gegend erkunden oder auch einfach nichts tun? Ohne vorab gebuchte, möglicherweise überfüllte und auch nicht gerade billige Campingplätze? Ja, das funktioniert nicht nur in Schweden oder Norwegen, sondern sogar in Deutschland – wenn man ein paar Spielregeln beachtet. Dann sind Übernachtungen in Seenähe oder mitten in einer historischen Altstadt durchaus möglich, und zwar kostenlos! Ursprünglicher und vor allem unabhängiger geht es kaum. Grundregel: Überall, wo man parken darf, kann man faktisch auch übernachten. Dabei darf man allerdings, wie es im schönsten Beamtendeutsch heißt, „kein Campingverhalten zeigen“, also beispielsweise die Markise ausfahren oder die Campingstühle aufstellen. Erlaubt ist eine Übernachtung offiziell nämlich nur „zur Wiederherstellung der Fahrtauglichkeit“. Auf Privatgrund, etwa auf dem Privatparkplatz eines Restaurants, gibt es nicht einmal diese Einschränkungen. Wer nach dem Abendessen dort freundlich nachfragt, ob man für eine Nacht bleiben kann, wird selten abgewiesen.
Tipp: Bei der Suche nach einem Parkplatz für die Nacht unbedingt auf wirklich alle (Verbots-)Schilder achten! Denn so mancher ist explizit für Wohnmobile gesperrt oder nur für sie gebührenpflichtig. Und bei Parktaschen oder Längenmarkierungen auf der Straße gilt: Nicht immer passt ein ausgewachsenes Wohnmobil in die vorgegebenen Lücken. Ragt es über, heißt es also, besser doch woanders die „Fahrtüchtigkeit wiederherzustellen“. Ungeschriebenes Gesetz: In einem Wohngebiet ist es mit einem knapp drei Meter hohen Wagen mehr als unhöflich, sich direkt vor ein Wohn- oder Schlafzimmerfenster zu stellen. Dasselbe gilt natürlich für Hauseingänge.
All inclusive an Bord
Wer das beherzigt, hat mit einem Camper den Luxus eines Hotels oder einer Ferienwohnung, alle Ausflüge inklusive, muss sich aber an keine festen Zeiten halten oder auf andere Gäste Rücksicht nehmen. Eine Familie mit bis zu vier Kindern findet in einem motorisierten Appartement ausreichend Platz. Das Wohnzimmer eignet sich sogar als kleines Büro. Hier entstanden auch Teile dieser Reportage! Und weil ein Bild mehr als Tausend Worte sagt, lassen wir nun unsere Bildergalerie sprechen:
Innehalten
Entspannen
Übernachten
Frühstücken
Weitere Impressionen aus der mobilen Wohlfühloase:

Kooperationspartner
Um diese kreative, unorthodoxe Tour realisieren zu können, stellte uns das „Caravan-Center-Lütz“ aus St. Augustin bei Bonn kostenlos ein Wohnmobil zur Verfügung. Auf unsere Themenauswahl und die redaktionelle Gestaltung der Reportage nahm das Unternehmen natürlich keinen Einfluss.
Wir waren mit einem Sun Living S 75 SL unterwegs. Der 165-PS-Teilintegrierte ist fast siebeneinhalb Meter lang, bietet Platz für bis zu sechs Personen und hat faktisch alles an Bord, was man für ein Leben „draußen“ braucht: Einzelbetten, Sitzgruppe mit Fernsehen und Satellitenschüssel, Bad mit Dusche und WC, eine voll ausgestattete Küche mit großem Kühlschrank und Solaranlage auf dem Dach. In der Heckgarage kommt eine komplette Expeditionsausrüstung unter.
Einblicke in das „Caravan-Center-Lütz“ und die Vielfalt moderner Reisemobile bietet das folgende Video:
Tipp:
Lesen Sie auch unsere Reportage mit den Highlights der CarpeGusta-Tour durch den Osten Deutschlands.
















