Tim Raue gehört zu den bekanntesten Spitzenköchen Deutschlands. Er tritt regelmäßig in erfolgreichen Formaten wie „Kitchen Impossible“, „The Taste“ oder „Star Kitchen“ auf und begeistert immer wieder aufs Neue mit seinem Know-how. Doch das allein erklärt seinen Erfolg sicher nicht. Der Schlüssel nämlich ist seine unverwechselbare Persönlichkeit. Sie lässt ihn aus der Liga vieler seiner Kolleginnen und Kollegen sofort herausstechen. Davon, wie charismatisch der Berliner ist, konnte sich CarpeGusta bei der diesjährigen Rolling Pin.Convention in Düsseldorf selbst überzeugen.
Direkt, offen, ungekünstelt
Bei der Begegnung mit dem Sternekoch erklärt sich sehr schnell, was Fans so an ihm schätzen: Es ist seine direkte, ungekünstelte Art. Raue spricht, wie ihm – salopp ausgedrückt – der Schnabel gewachsen ist. Die Worte platzen geradezu aus ihm heraus. Das macht ihn nahbar, sympathisch, ja menschlich. Man weiß um seine unzähligen Auszeichnungen, doch sie rücken in den Hintergrund. Genau das macht ihn so interessant: die Mischung aus einer höchst beeindruckenden Karriere und einer ebenso bewegten Vergangenheit. Denn Raue wurden keine goldenen Löffel in die Wiege gelegt. Seinen Weg musste er sich erst hart erkämpfen. So hat er es, wie er selbst in Interviews immer wieder betont, von ganz unten nach ganz oben geschafft. Geblieben sind dabei seine Ecken und Kanten – und seine wahrhaft ungestüme Leidenschaft für das, was er tut.
Dabei definiert Raue seine Arbeit nicht über Technik und Perfektion allein, sondern ebenso über Gefühle. Liebe, sagt er, sei dabei die wichtigste Zutat. Wie sehr Essen für ihn mit dieser Emotion und individuellen Erinnerungen verbunden ist, zeigte sich auch in Düsseldorf: Er bereitete Hühnerfrikassee zu, sein Lieblingsgericht aus Kindertagen – nach dem uralten Rezept seiner Oma.







