Im Herzen der Kölner Altstadt befindet sich das trendige Restaurant „PULS“, das Casual Fine Dining bietet. Das bedeutet: Gehobene Küche mit vielen kreativen Kreationen wird in lockerer Atmosphäre – und speziell hier mit einer großen Portion herzlicher rheinischer Gastfreundlichkeit – dargeboten.
Das Restaurant im „Legend Boutique Hotel“ wurde 2022 eröffnet. Sein Name leitet sich von der römischen Speise Puls ab, einem einfachen Getreidebrei. Er verweist auf die historische Vergangenheit des Standorts.
Aushängeschild des Hauses sind die „Chef’s Choice“-Menüs im Sharing-Style in drei verschiedenen Größen (Large, Medium, Small). CarpeGusta ließ sich von Küchenchef Johannes Langenstück (Foto oben) und seinem Team mit einem herausragenden Überraschungsmenü verwöhnen.
Erlesene Bar-Snacks zur Einstimmung

Das erste lukullische Highlight kam in einer Eierschale kunstvoll drapiert auf den Tisch. Es entpuppte sich als edle Komposition aus Maggiekraut (Liebstöckel), Bio-Ei und knusprigen Graubrot-Croûtons. Unser erstes Fazit: Das sogenannte Maggi-Ei erwies sich als der perfekte Starter, weil es erstens hübsch anzusehen sowie zweitens durch seine harmonische Melange aus Würze, Crème und feinen Röstaromen der ideale elegante Einstimmer für die nächsten Surprise-Gänge war.
Nach diesem gelungenen Auftakt folgten zwei weitere Snacks. Sie brachten die schöpferische Handschrift der Crew auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck. Die kleinen und damit mundgerechten Arancini „PULS Style“ etwa mit Manchego-Käse und Salzzitrone sorgten für mediterranes Feeling: außen knusprig, innen weicher Reiskern. Kurzum: eine individuell-moderne Umsetzung der sizilianischen Spezialität.
Im Anschluss präsentierte die Küche Tatar vom deutschen Dry-Aged Beef, ergänzt mit Kopfsalat, Pecorino, Melone und on top exquisiter Kaviar. Fazit: süperbes Arrangement, das auf ganzer Linie überzeugte!
Vorspeisen: Vielfalt in 4 Akten
Nach den Bar-Snacks erwartete uns ein farbenfrohes Vorspeisen-Quartett: Gemeinsam mit gebratenem Maisbrot (köstlich!) wurde roh marinierter Thunfisch serviert, in einer kleinen Schale angerichtet mit Jalapeño, Passionsfrucht und Ayran. Tipp: Vor dem Verzehr am besten alles kurz mit dem Löffel durchmischen, damit sich die unterschiedlichsten Aromen perfekt vermischen. Das Ergebnis ist dann eine außergewöhnliche Explosion am Gaumen.
Danach widmeten wir uns dem „Römischen Garten“. Das bunte frische Ensemble setzte sich aus Artischockencrème, Rhabarber und Erbsen zusammen, wobei die Artischockencrème das herzhafte Fundament bildete, während der Rhabarber eine leichte, säuerliche Spannung einbrachte und die Erbsen mit ihrer Süße das Gericht ausbalancierte.
Einen spannenden Kontrast dazu bildete die Inszenierung des deutschen Spargels mit Kerbel, fermentierten Chili und Radieschen. Hier traf die Zartheit des Stangengemüses auf den ausgeprägten Geschmack des Kerbels. Raffiniert: Das fermentierte Chili lieferte dazu eine subtile leichte Schärfe, die Radieschen verliehen dem Ganzen einen leicht pfeffrigen Pep.
Tipp: Das Maisbrot in die Soßen tunken, damit alles bis zum letzten Tropfen genossen werden kann.
Hauptspeisen: zwischen Meer und Erde
Als erster Hauptgang präsentierte sich das Wolfsbarschfilet in Begleitung einer Beurre blanc, knackiger Gurke und grünem Apfel. Die feine Säure des Obstes kontrastrierte die Leichtigkeit des Fisches. Die genau abgestimmte Soße gab dem Mahl zudem Tiefe und Textur.
Als Zweites testeten wir ein rosa gebratenes Kalbsfilet mit Gewürzkarotte. Hervorzuheben ist hierbei insbesondere der kräftige Trüffeljus. Er bestach durch seine herausragende Intensität, die das auf den Punkt angebratene Fleisch auf ein besonders hohes Niveau hob. Der Trüffel wurde dabei bewusst dezent verarbeitet, sprich: Er war klar wahrnehmbar, ohne zu dominieren.
Dazu wurden herzhafte Erdäpfel – Drillingskartoffeln – mit luftigem Burrata-Schaum, Kalamata-Olive und Bergamotte gereicht.
Zwei süße Schlusspunkte
Der finale Höhepunkt gestaltete sich süß, fruchtig und sahnig zugleich: Die Profiteroles „Bienenstich“ boten ein Bouquet aus Erdbeeren und Rhabarber, überzogen mit Rooibos-Tee. Der zweite Nachtisch: Dattel-Toffee-Cake mit Pfirsich und Joghurt. Die Desserts bildeten den verspielt-kreativen Abschlussakkord.
Drinks, die man sich nicht entgehen lassen darf
Die Getränke veredelten das Menü und setzten gleichzeitig eigene geschmackliche Akzente, ganz ohne Alkohol:
- Ringo Youngstar – Palo Santo, Minze, Verjus und Tonic: frisch, kräutrig und leicht herb im Auftakt
- No Mezcalation – Mezcal-Alternative mit Shiitake, Apfel, Limette, Vanille und Gurke: rauchig, umami-geprägt und komplex
- Espresso Bambini – mit Karamell, Orange und feiner Trüffelnote: kraftvoll und dessertnah interpretiert
- Champagner Bratbirne – traditionell vergorener Birnenschaumwein, entalkoholisiert: trocken, elegant und präzise perlend
Tipp:
Regelmäßig finden Events auf der Dachterrasse mit wunderschöner Aussicht und Blick direkt auf den Dom statt. Und jeden Donnerstag von Mai bis September gibt es das „PULS APERITIVO“ mit einer kleinen Cocktail- und Speisenauswahl.
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