Wussten Sie, dass Bäume betrunken sein können? Im krummen Wald bei Gryfino in Polen wirkt es jedenfalls so, als ob die knapp 100 Kiefern, verbogen wie Angelhaken, aus dem Boden so herauswachsen würden, als hätte ihnen jemand dabei einen kräftigen Schluck zu viel eingeschenkt. Noch eine Spur ausgefallener wird es an der Drina: Dort steht eine kleine Holzhütte mit grünem Dach mitten im Fluss – auf einem Felsen zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina. Einst wurde es dort eigens als kleines Sommerhaus errichtet. Mittlerweile ist es nicht mehr bewohnt, gilt aber als absolute Touristenattraktion, die allerdings nur von außen bestaunt werden kann.
Von kurios bis spekatulär
Diese Eyecatcher sind nur zwei crazy Locations von insgesamt 222 schrägen Highlights, die in „Guck mal: Verrückte Orte in Europa“, Marco Polo Verlag, vorgestellt werden. Neugierige finden darin Ziele, die garantiert für Überraschungen und Aha-Momente sorgen, beispielsweise die hängenden Küchen im niederländischen Appingedam, bei denen die Räume spektakulär über einen Kanal hinausragen, oder den nackten Riesen im südenglischen Cerne Abbas. Dabei handelt es sich um eine rund 55 Meter hohe Kreidefigur aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurde mit Keule und überdeutlicher Männlichkeit in einen Hang geritzt.
Bizarrer geht es nicht? Von wegen! Europa hält noch so manchen Hingucker bereit. Da wäre etwa die kunterbunt-fröhliche Regenbogenstraße im isländischen Seyðisfjörður oder die „Werft des Sonnenkönigs“ im französischen Rochefort: ein opulentes, maritimes Freilichtmuseum aus der Zeit Ludwigs XI. In der Camargue wiederum türmen sich die weißen Salzberge der Salinen zu einer einzigartigen Landschaft auf, während der „Berg der Kreuze“ in Litauen mit seinen unzähligen Kreuzen zu einem der ungewöhnlichsten und zugleich eindrucksvollsten Orten des Landes geworden ist.
Ein weiterer ebenfalls etwas anderer Reiseführer für Weltenbummlerinnen und -bummler:
„Nackt wandern in der Schweiz verboten“ von Patrick Kinsella, Lonely Planet
Klappentext:
Spaghetti schneiden in Italien? Unverzeihlich. Ketchup zum Essen in Frankreich verlangen? Mutig. Und nackt durch die Schweizer Berge wandern? Je nach Ort keine gute Idee.
Inspiriert von verblüffend realen Gesetzen und Gepflogenheiten aus aller Welt ist „Nackt wandern in der Schweiz verboten“ halb Etikette-Ratgeber, halb Reise-Überlebenshandbuch – voller kurioser Regeln, die Weltenbummler kennen sollten, und vor allem: voller Humor.
In 101 unterhaltsamen Geschichten erfährst du, warum der erhobene Daumen nicht überall als freundliche Geste gilt, weshalb Bären keine geeigneten Selfie-Partner sind und warum man im Badeanzug besser nicht in die Kirche geht. Ein Buch für neugierige Globetrotter, die unterwegs Fettnäpfchen vermeiden möchten – oder zumindest mit Stil wieder herausklettern wollen. Perfekt zum Schmunzeln, Staunen und Mitnehmen auf jede Reise.





