Die poetologische Verschmelzung zweier Literaten

1. November 2018 – Dass sie die Nachkriegsliteratur ÔÇô jeder f├╝r sich auf die unterschiedlichste Art und Weise ÔÇô gepr├Ągt und beeinflusst haben, ist unumstritten. Dass sie einst sogar f├╝r eine kurze Zeit Liebende gewesen sind, ist hinl├Ąnglich bekannt. Wie ihre Ideologien, ihre Weltansichten jedoch im gemeinsamen Gespr├Ąch aufeinandergeprallt sind, das ist bislang unbekannt gewesen.

Eins im Geiste der Kunst

ÔÇ×Schreib alles was wahr ist aufÔÇŁ, Suhrkamp Verlag, offeriert erstmals Einblicke in die poetologische Verschmelzung von Ingeborg Bachmann und Hans Magnus Enzensberger. Insgesamt 130 Briefe haben sie sich nach ihrer ersten Begegnung im Jahre 1957 geschrieben. Aus dieser Korrespondenz kristallisieren sich rasch die charakteristischen Wesensz├╝ge und die sprachliche Imposanz dieser K├╝nstler. Der Leser sieht sich filterlos konfrontiert auf der einen Seite mit Bachmann, einer lyrischen, emotionsgeladenen Diva; auf der anderen Seite pr├Ąsentiert sich ihm der gewitzte Kopfmensch Enzensberger ÔÇô zwei starke Pers├Ânlichkeiten voller Divergenzen und dennoch im Geiste der Literatur eins.

Ein weiterer Literatur-Tipp aus dem Suhrkamp Verlag: das ÔÇ×Verzeichnis einiger VerlusteÔÇŁ von Judith Schalansky

 

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