„Obsession“: Wenn Liebe zum Horror-Trip wird …

Sie ist verführerisch schön, hat ihm regelrecht den Verstand geraubt und ist für ihn auf unerträgliche Weise unerreichbar: Bear begehrt sie nämlich nur heimlich. Der Angebeteten seine Gefühle zu gestehen, traut sich der schüchterne Bear nicht. Doch auf einmal – durch einen magischen Zufall – wird sein Wunsch wahr; Nikkis Herz schlägt nur für ihn und die beiden kommen zusammen. Buchstäblich über Nacht entsteht die ganz große Liebe. Ja, so oder so ähnlich enden die meisten Hollywoodstreifen. Dieser aber beginnt an dieser Stelle erst und mutiert recht schnell zum Albtraum für alle Beteiligten. Fortan geht es Schlag auf Schlag, stets abwärts, tief in einen finsteren Schlund, dessen Mikrokosmos jede Grenze des Erträglichen sprengt.

„Obsession – Du sollst mich lieben“ kommt am 25. Juni in die deutschen Kinos. CarpeGusta hat ihn schon vorab gesehen. Regisseur Curry Barker liefert mit seinem Werk eine bitterböse Version der klassischen Lovestory ab. Statt prickelnder Romanze und idyllischer Bilder rund um ein schönes Paar erwartet die Zuschauerinnen und Zuschauer ein Horrorthriller inklusive überraschender Plot-Twists und Schockmomenten en masse, der eindringlich dafür plädiert, dass manche Hoffnungen besser unerfüllt bleiben.

Das nervenaufreibende Kammerspiel des Grauens spielt mit Sehnsüchten, die wir alle kennen. Hier driften sie ins Schauerlich-Groteske ab. Zuneigung verwandelt sich in Besesessenheit, Zweisamkeit in ein Gefängnis. Kurz: Das Leben wird zur Hölle. In dieser ausweglosen Situation scheint es für Bear nur einen einzigen Ausweg zu geben …

Preisgekrönter Genremix

„Obsession“ feierte beim „Toronto International Film Festival“ 2025 Premiere und war dort in der Sektion „Midnight Madness“ nominiert. Beim „Sitges Film Festival“ wurde er im Rahmen der „Official Fantastic Competition“ mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

Fazit: Ein packender, inszenatorisch geschliffener Genremix, der die düsteren Abgründe einer toxischen Obsession offenbart!

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