Sein Leben als großes Kino: Michael Jackson auf der großen Leinwand

Heute kommt der mit Spannung erwartete Film über Michael Jackson in die Kinos. Und schon die ersten Minuten machen klar, dass es sich um mehr als eine gewöhnliche Biografie handelt. Denn „Michael Jackson. Der Aufstieg einer Legende“ beginnt mit einem Magic Moment, der so viel über den Künstler sagt und augenblicklich unter die Haut geht: Von hinten gefilmt sieht man den „King of Pop“ auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Schritt für Schritt bewegt er sich auf die Bühne zu, eine tosende Menge feiert ihn frenetisch. CarpeGusta war bei der Pre-Premiere dabei und erlebte diesen Augenblick voller Energie hautnah mit – ein Moment, in dem das Publikum und der Künstler förmlich miteinander verschmelzen. Dabei wird spürbar, ja geradezu greifbar, wie sich Michael Jacksons überwältigender Erfolg für ihn selbst angefühlt haben muss.

Opulent, berührend, überwältigend

Unmittelbar nach dieser Sequenz geht es per Rückblende zurück zu den Anfängen: zur Zeit der „Jackson Five“, zu den ersten musikalischen Gehversuchen und in ein familiäres Umfeld, das gleichermaßen prägend wie belastend für das Ausnahmetalent gewesen ist. Sein überstrenger Vater Joseph dominiert das Geschehen, sein Einfluss war sowohl Antrieb als auch Bürde für den jungen Michael Jackson.

Präzise zeichnet der Film nach, wie aus einem hoch musikalischen Kind ein globales Phänomen wird, wie seine Songs, seine legendären Moves, seine überwältigende Präsenz die Massen begeistern, bis hin zur Hysterie. Doch nicht nur die bekannten Stationen aus seiner turbulenten Vita werden beleuchtet. Es geht tief unter die Oberfläche: Der Streifen öffnet gekonnt ein Fenster in die innere Welt des Megastars. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten Einblicke in eine sensible, beinahe kindlich wirkende Seele, die sich bei allem Ruhm eine gewisse Unschuld bewahrt hat. Parallel dazu kristallisiert sich peu à peu Michaels wachsendes Bedürfnis nach schöpferischer Individualität heraus. Und es wird deutlich, wie entschlossen er gegen familiäre Strukturen ankämpfte. Den Weg zur Solokarriere inszentiert Regisseur Antoine Fuqua als lebensnotwendigen Schritt und unabdingbaren Befreiungsakt.

Fazit: Ein opulentes, visuell-musikalisches Erlebnis, aufwendig umgesetzt mit einer berührenden Bildsprache und einem herausragenden Jaafar Jackson – dem Neffen der Musiklegende –, der seinem Onkel nicht nur verblüffend ähnlich sieht, sondern auch seine Aura und künstlerische Magie auf den Punkt genau auf die Leinwand überträgt.

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