Maskenball in Venedig: Operette trifft Varieté

Ein Farben- und Kostümrausch der Superlative erwartet die Zuschauer, nachdem sich der Vorhang im Kölner „Urania“ hebt. Protagonistinnen und Protagonisten in prachtvollen Roben interagieren vor der Kulisse der romantisch-magischen Lagunenstadt und lassen die Atmosphäre des venezianischen Karnevals in all seiner Sinnlichkeit, Dramatik und Pracht lebendig werden. Augenblicklich fühlt man sich nach Italien versetzt, umgeben von Gondeln und geheimnisvollen Masken.

Kunstvolle Darbietungen voller Dynamik und Eleganz

Der „Maskenball in Venedig“ feierte am 29. August Premiere und begeisterte mit seiner gelungenen Melange aus Operette und Varieté. Mit ihrem glockenklaren Sopran bestimmte Lea-Johanna Montazem das musikalische Geschehen und verlieh ihrer Rolle eine berührende Ausdruckskraft. Doch nicht nur stimmlich hatte der Abend einiges zu bieten: Rosa Halina Dahm etwa verkörperte als Tod mit eindringlicher Präsenz und nuanciertem Spiel die düstere Seite der Handlung und gab ihr tiefgründige Intensität.

Zwischen den Arien sorgten spektakuläre Akrobatik und tänzerische Intermezzi für abwechslungsreiche Kontraste und überraschende Szenenwechsel, die dem Abend eine ganz besondere Dynamik verliehen: das Jonglage-Vater-Sohn-Duo Kris und Harrison Kremo etwa überzeugte mit seiner synchronen Darbietung. Artistin Amelie Kamps schwebte elegant durch die Lüfte während Kontorsionist David Meraz mit beeindruckender Körperbeherrschung und scheinbar müheloser Gelenkigkeit die Grenzen des Vorstellbaren auslotete und das Publikum mehr als einmal in Erstaunen versetzte. Oleksij Sherbluk ließ derweil mit Seifenblasen in jedweder Form und Größe wunderschöne Gebilde entstehen. Sie schienen für kurze Augenblicke wie ein gemaltes Porträt über der Bühne zu schweben.

Fazit: Ein mitreißendes Event, das durch seine einzigartige Verschmelzung vielfältiger Kunstformen besticht und mit kreativer Energie auf eine wundervolle Reise entführt!

Service:

Den „Maskenball in Venedig“ gibt es bis zum 26. Oktober 2025, donnerstags und freitags um 20, sonntags um 18 Uhr.

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