Welches Gourmet-Event lohnt sich? Heute im Test: die „Koch des Jahres“-Chef’s Challenge Night

Zum Live-Cooking-Wettkampf um den begehrten Titel „Koch des Jahres“ ging es buchstäblich heiß her. Zum Einzug ins Finale des Gourmet-Events warteten im „Kameha Grand Bonn Hotel“ lukullische Eigenkompositionen auf die Gäste. Sie entschieden am Ende des Abends als große Jury über Top und Flop. 18 Kandidaten, die sich im Vorfeld keinen direkten Platz im Halbfinale hatten sichern können, erhielten hier eine zweite Chance, als sie ihre hübsch inszenierten Gourmet-Kunstwerke live vor den Augen der Zuschauer zubereiteten. CarpeGusta machte sich als Juror in Gruppe A ein Bild von dem 9-gängigen Arrangement, bestehend aus

  • „Schweinerei mit Rösti“ mit Spargel, Eigelb und Kräutern – Johannes Rolfes, Küchenchef im Restaurant „Alte Posthalterei“ in Lingen;
  • „New Generation“: Rindertafelspitz und Kartoffelsalat – Philipp Müller, Küchenchef im „Schlosshotel Steinburg“ in Würzburg;
  • „Riserve d’ Acqua di Mare“ mit Reis, King Fisch und Basilikumöl – Marco Regione, Koch im Restaurant „Obere Metzgerei“ in Freiburg;
  • Tom Kha mit Zitrusfrüchten und Pilzen mit Koriander – Jonathan Gangnus, Betriebsleiter im Restaurant „Shedhalle“ in Stuttgart;
  • Balfego Tuna mit Gartengurke – Pascal Oudotte, Küchenchef im Restaurant „Stilbruch“ in Karlsruhe;
  • „Riso Nero Angus Sushi“ – Michael Deml, Küchenchef im „Gasthaus Franz Inselkammer“ in Höhenkirchen-Siegertsbrunn;
  • „Die Kontroverse“: Lamm-Carree mit veganer Sauce Hollandaise, Spargel, Pasta und Bärlauch – Sascha Schwarzer, Küchenchef im „Wohlfühlhotel zur Post“ in Langdorf;
  • BBQ-Beef: Rinderbacke mit Silberzwiebel, Shiitake, Kürbiskernöl und Rösti – Peter Bogdanovic, Küchenchef im „Gasthof Sternen Bohlingen“ in Singen sowie
  • Yuzumousse mit weißer Schokolade, Sorbet und Matcha-Eistee – Erwin Dillmann, Sous-Chef im „Wein- und Tafelhaus“ in Trittenheim.

Bewertung: Von delikatem Fleisch über feinen Fisch bis zu zartem Gemüse und von säuerlich-mild bis vollmundig-kräftig war an diesem Abend alles dabei und schmeichelte in aller Regel dem Gaumen. Köstlich kam die „Schweinerei mit Rösti“ daher, ein appetitanregender Augenschmaus mit viel Farbe und schönen Akzenten. Dasselbe galt für „Die Kontroverse“ mit Lamm-Carree und veganer Hollandaise. Vor allem der Spargel war hierbei perfekt und auf den Punkt zubereitet: weder zu weich noch zu hart. Das bissfeste Gemüse wurde wunderbar abgerundet durch die überaus deliziöse Soße. Als weiteres Highlight stellte sich die Rinderbacke mit süß-sauren Silberzwiebeln heraus: Saftiges Fleisch traf dabei auf köstlich verarbeitetes Gemüse.

Weniger überzeugen konnte dagegen der Tafelspitz-Kartoffelsalat. Ihm fehlte für unseren Geschmack einfach das gewisse Etwas, wodurch er etwas fad ausfiel, ähnlich wie das Angus-Sushi. Hier hätten wir uns eine intensivere Würze und ein bisschen mehr Finesse gewünscht. Die fand sich dafür umso mehr beim TomKhai und dem Balfego Tuna mit Gartengurke. Beide erfüllten sämtliche Kritierien, die man von Haute Cuisine erwarten kann: experimentierfreudige Kreativität, geschmackliche Vielfalt und innovativ melangierte Lebensmittel der Extraklasse. Die deliziösen Soßen harmonierten perfekt mit den Hauptzutaten und verschmolzen mit ihnen zu wahren Höchstgenüssen. Das setzte sich beim Dessert fort. Naschkatzen kamen bei dabei voll auf ihre Kosten. Die Mousse zerging mit einem wahren Feuerwerk an Aromen auf der Zunge. Ihre knackige Ummantelung sprach dabei faktisch sämtliche Sinne an. Zusammen mit der einmalig raffinierten Kombination aus Sorbet und Matcha-Eistee war sie einfach nur himmlisch: Volle Punktzahl!

Gewinner des Abends

Das sah am Ende auch die rund 400-köpfige Jury so und wählte Erwin Dillmann mit seiner Yuzumousse auf Platz 1 in Gruppe A. Niklas Reinholz holte sich mit seinem „Döner mal anders“ aus Kartoffel und Kalb in Gruppe B den Sieg. Die beiden qualifizierten sich damit für das große Finale zum „Koch des Jahres“ am 17. November in Essen.

Gesamtbewertung: 4 von 5 Sternen

Tipp: Entdecken Sie noch mehr interessante, außergewöhnliche Restaurants und Gourmet-Highlights!

Die in diesem Artikel enthaltenen Bewertungen und Meinungen spiegeln die persönliche Einschätzung der Redaktion wider und basieren auf einem Besuch, der vor der Veröffentlichung stattgefunden hat. Es wird ausschließlich das bewertet, was während dieses Besuchs erlebt und gegessen wurde. Unser Test ist daher subjektiv und sagt nicht zwingend etwas über das Gesamtangebot aus.