2. Dezember 2025 – Er misst gerade mal 60 Zentimeter, wiegt kaum mehr als 30 Kilo und doch beherrschte er die Arena wie ein ganz Großer. Der showerfahrene Boxer von Tiertrainer Leonid Beljakov wusste, wie er sein Herrchen und vor allem das Publikum binnen Sekunden in seinen Bann ziehen konnte: mit entzückenden Moves nämlich und seiner charmant-verspielten Art, der sich niemand entziehen kann. Er und seine kleine Assistentin waren zwei der vielen Stars bei der Premiere des 10. „Kölner Weihnachts-Circus“ im blau-weißen Palastzelt. Auch dieses Mal übertrafen sich die Künstlerinnen und Künstler mit ihren Darbietungen gegenseitig.
Feinsinniger Humor
Allen voran der mehrfach auszgezeichnete Clown Fraser aus Neuseeland: Er begeisterte allein schon mit einer unglaublichen Bühnenpräsenz. Es bedurfte keiner überladenen Acts oder überzeichneten Performance. Die Gäste liebten seine schauspielerische Präzision, die starke Mimik und seinen feinen Humor. Mit jeder einzelnen Geste und jedem Blick stellte er eine innige Verbindung zu den Zuschauerinnen und Zuschauern her. Das lag nicht nur an seinem perfekten Timing, sondern insbesondere an seiner Gabe, mit einfachsten Mitteln eine Geschichte zu erzählen, die alle Altersgruppen gleichermaßen begeisterte.
Artistische Vielfalt
Für weitere Highlights sorgten Artistinnen und Artisten aus aller Welt, beispielsweise der „menschliche Kreisel“ Konstantin Muraview aus Russland: Auf den ersten Blick dick, rund und linkisch, entpuppte sich „The fat Man“ als überraschend virtuos auf seinem Riesenrad. Magische „Aerial Straps“ wurden derweil vom ukrainisch-russischem Duo „Day Light“ grazil in Szene gesetzt und neu interpretiert zu atemberaubender Luftakrobatik, während das Duo „Butterfly“ aus China eine der poetischsten Darbietungen des Abends aufs Parkett zauberte – und zwar mit Tanz, Balance und eleganter Akribie. Ebenso anmutig gestaltete sich der Auftritt der Ballettänzerinnen. Sie glänzten mit klassischer Grazie und moderner Expressivität.
Service:
Der Zirkus logiert noch bis zum 4. Januar 2026 unter der Kölner Zoobrücke.









